Was verursacht einen Tornado?
- Entstehung und atmosphärische Bedingungen
- Rotation und Entstehung des Wirbels
- Zusammenfassung der Ursachen
Entstehung und atmosphärische Bedingungen
Ein Tornado entsteht unter bestimmten atmosphärischen Bedingungen, die vor allem durch starke Temperatur- und Feuchtigkeitsunterschiede in der Luft geprägt sind. Typischerweise entwickelt sich ein Tornado in Verbindung mit mächtigen Gewitterzellen, insbesondere sogenannten Superzellen. Diese Gewitter weisen eine stark rotierende Aufwärtsbewegung der Luft auf, die eine wichtige Voraussetzung für die Bildung eines Tornados ist.
Die Luftmassen, die an einem Ort zusammentreffen, spielen eine wesentliche Rolle. Warme und feuchte Luft vom Boden steigt auf und trifft auf kältere, trockene Luft in höheren Schichten der Atmosphäre. Diese Kontrastzonen fördern Instabilität in der Atmosphäre, die dazu führt, dass Luftmassen schnell aufsteigen können. Dieses schnelle Aufsteigen der Luft innerhalb des Gewitters erzeugt starke Aufwinde.
Rotation und Entstehung des Wirbels
Zentral für die Entstehung eines Tornados ist die Rotation der Luftmassen. In einer Superzelle sorgt der sogenannte Mesozyklon, eine großräumige rotierende Luftsäule innerhalb der Gewitterwolke, für eine deutliche Drehbewegung. Die Bodennähe ist hierbei besonders wichtig: Wenn horizontale Luftwirbel, oft durch Windrichtungsänderungen in verschiedenen Höhen und sogenannte Windscherscherung verursacht, von Aufwinden erfasst werden, können sie vertikal gestreckt und verstärkt werden.
Diese Längung und Verschärfung der Rotation führen dazu, dass ein enger, schnell rotierender Luftwirbel entsteht, der sich in Richtung Boden ausdehnen kann. Wenn dieser Wirbel die Erde berührt und weiterhin durch starke Aufwinde mit Energie versorgt wird, manifestiert sich der Tornado sichtbar durch eine Wolkensäule aus kondensiertem Wasser, Staub und Trümmern.
Zusammenfassung der Ursachen
Zusammenfassend wird ein Tornado also durch das Zusammenwirken mehrerer Faktoren verursacht: Das Zusammentreffen von warmen, feuchten und kalten, trockenen Luftmassen schafft eine instabile Atmosphäre, in der starke Gewitter entstehen können. Innerhalb dieser Gewitter entstehen durch Windscherscherung und vertikale Aufwinde rotierende Luftsäulen (Mesozyklone), die sich zu Tornados entwickeln können, wenn sie die Erdoberfläche erreichen. Dieses komplexe Zusammenwirken von thermischer Instabilität, Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit und -richtung bildet die Grundlage für die Entstehung eines der beeindruckendsten Naturphänomene auf der Erde.
