Was versteht man unter dem Float bei Aktien?

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  1. Definition des Float bei Aktien
  2. Unterschied zwischen Gesamtemission und Float
  3. Bedeutung des Float für Anleger
  4. Float und Marktmanipulation
  5. Fazit

Der Begriff Float ist in der Finanzwelt insbesondere im Zusammenhang mit Aktien von großer Bedeutung. Er bezeichnet eine bestimmte Menge von Aktien, die tatsächlich am freien Markt gehandelt werden können. Doch was genau umfasst der Float und warum ist er für Anleger sowie für das Verständnis von Aktienmärkten so wichtig?

Definition des Float bei Aktien

Der Float bezeichnet die Anzahl der Aktien eines Unternehmens, die im Umlauf sind und von der Öffentlichkeit frei gehandelt werden können. Dabei werden sogenannte gesperrte Aktien nicht mitgerechnet. Gesperrte Aktien sind jene, die von Insidern, wie Gründern, Führungskräften oder Großaktionären gehalten werden und typischerweise an Haltevereinbarungen gebunden sind, sodass sie für einen gewissen Zeitraum nicht verkauft werden dürfen.

Somit zeigt der Float an, wie viele Aktien tatsächlich zur Verfügung stehen, um den Handel im Börsensegment möglich zu machen. Er ist also ein wichtiger Indikator dafür, wie liquide eine Aktie am Markt ist.

Unterschied zwischen Gesamtemission und Float

Oft wird die Anzahl der insgesamt ausgegebenen Aktien eines Unternehmens mit dem Float verwechselt. Die Gesamtemission umfasst alle existierenden Aktien, einschließlich derjenigen, die von Insidern oder institutionellen Investoren gehalten und langfristig gebunden sind. Der Float hingegen stellt nur diejenigen Aktien dar, die von der Allgemeinheit gekauft und verkauft werden können.

Diese Unterscheidung ist essentiell, weil der Float die tatsächliche Handelsbasis bildet. Eine Aktie mit einem hohen Anteil an gesperrten Aktien hat einen kleineren Float und ist damit tendenziell weniger liquide, was zu stärkeren Kursschwankungen führen kann.

Bedeutung des Float für Anleger

Für Anleger ist der Float ein wichtiger Faktor, um die Handelsfähigkeit einer Aktie besser einschätzen zu können. Aktien mit einem großen Float sind in der Regel leichter handelbar und weisen geringere Bid-Ask-Spreads auf, was für niedrigere Transaktionskosten sorgt.

Ein kleiner Float kann hingegen sowohl Chancen als auch Risiken bergen. Geringe verfügbare Aktienmengen können die Kurse bei Nachfrage rasch in die Höhe treiben, aber auch zu erhöhten Kursschwankungen und Volatilität führen. Das ist besonders bei kleineren Unternehmen oder sogenannten Small Caps häufig der Fall.

Float und Marktmanipulation

Ein geringer Float kann leider auch Angriffspunkte für Marktmanipulationen bieten. Wenige handelbare Aktien erhöhen die Anfälligkeit für Preismanipulationen, da einzelne Marktteilnehmer durch gezielte Käufe oder Verkäufe den Kurs stärker beeinflussen können. Dies ist ein weiterer Grund, warum Anleger beim Erwerb von Aktien auf die Höhe des Floats achten sollten.

Fazit

Der Float ist ein zentrales Konzept im Aktienhandel, das die tatsächlich verfügbare Anzahl frei handelbarer Aktien eines Unternehmens bezeichnet. Er unterscheidet sich von der Gesamtzahl der ausgegebenen Aktien, da er gesperrte Aktien ausklammert. Für Anleger bietet der Float wichtige Informationen über die Liquidität einer Aktie sowie deren Anfälligkeit gegenüber Kursschwankungen oder möglicher Marktmanipulation. Daher sollte der Float bei der Bewertung einer Aktie stets berücksichtigt werden.

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