Was tun, wenn Cemu bei bestimmten Spielen sehr langsam läuft?

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  1. Einleitung
  2. Hardwareanforderungen und Treiber prüfen
  3. Aktualisierung von Cemu und Shader-Cache
  4. Grafikeinstellungen anpassen
  5. CPU- und GPU-Einstellungen optimieren
  6. Spiel-Profile und Community-Optimierungen nutzen
  7. Weitere Tipps
  8. Zusammenfassung

Einleitung

Cemu ist ein leistungsfähiger Wii U Emulator, mit dem sich viele Spiele auf dem PC spielen lassen. Allerdings kann es vorkommen, dass manche Spiele nicht flüssig laufen oder die Performance deutlich langsam ist. Das kann verschiedene Ursachen haben – von hardwarebedingten Limitierungen bis hin zu falschen Einstellungen im Emulator selbst. Im Folgenden werden verschiedene Ansätze und Maßnahmen beschrieben, die dabei helfen können, die Geschwindigkeit von Cemu zu verbessern und ein besseres Spielerlebnis zu ermöglichen.

Hardwareanforderungen und Treiber prüfen

Zunächst sollte sichergestellt werden, dass die verwendete Hardware den Mindestanforderungen von Cemu entspricht. Vor allem der Prozessor spielt eine zentrale Rolle, da Cemu stark CPU-lastig ist. Ein schneller Mehrkernprozessor mit hoher Single-Core-Leistung ist empfehlenswert. Auch eine aktuelle Grafikkarte mit aktuellen Treibern ist wichtig, da veraltete oder inkompatible Treiber die Performance erheblich beeinträchtigen können. Es lohnt sich, die neuesten Treiber direkt von der Webseite des Herstellers (NVIDIA, AMD oder Intel) zu installieren.

Aktualisierung von Cemu und Shader-Cache

Die Entwickler von Cemu veröffentlichen regelmäßig Updates, die Performanceverbesserungen und Fehlerbehebungen mit sich bringen. Das Verwenden der aktuellsten Version kann daher eine deutliche Verbesserung bringen. Zusätzlich ist das Shader-Caching ein wesentlicher Faktor. Wenn Shader beim ersten Durchlauf immer wieder neu kompiliert werden müssen, führt das zu Rucklern und langen Ladezeiten. Um dies zu vermeiden, sollte man den Shader-Cache für das jeweilige Spiel aufbauen und regelmäßig sichern. Manchmal hilft es auch, einen neuen Shader-Cache aus einer zuverlässigen Quelle herunterzuladen und zu verwenden.

Grafikeinstellungen anpassen

Innerhalb von Cemu lassen sich verschiedene Grafikoptionen konfigurieren. Es ist empfehlenswert, mit niedrigeren Grafikeinstellungen zu beginnen, beispielsweise die Auflösung herunterzusetzen oder Anti-Aliasing auszuschalten. Höhere Auflösungen und zusätzliche Grafikfilter führen zu mehr Rechenaufwand und können die Performance stark beeinträchtigen. Auch das Deaktivieren von "GPU Buffer Cache Accuracy" oder das Aktivieren von "Precompiled Shader" hilft oft. Falls das Spiel spezielle erweiterte Grafikoptionen benötigt, sollte man sich in der Community erkundigen, welche Einstellungen dort empfohlen werden.

CPU- und GPU-Einstellungen optimieren

Ein weiterer sinnvoller Schritt ist die Überprüfung der Mehrkernnutzung. Cemu profitiert zumeist von schnellen Einzelkern-Leistungen, da der Emulator nicht alle Kerne gleichermaßen nutzt. Eine hohe Hintergrundauslastung durch andere Programme sollte vermieden werden. Außerdem kann es helfen, dem Emulator im Task-Manager eine hohe Priorität zuzuweisen. Nach Möglichkeit sollte die integrierte Grafikkarte deaktiviert und stattdessen die dedizierte GPU genutzt werden, um maximale Leistung auszuschöpfen.

Spiel-Profile und Community-Optimierungen nutzen

Viele Spiele benötigen spezielle Anpassungen, damit sie in Cemu gut laufen. Diese Anpassungen werden oft in Form von Spiel-Profilen bereitgestellt. Die Cemu-Community stellt auf diversen Foren und Webseiten Konfigurationsdateien mit empfohlenen Einstellungen bereit. Dies beinhaltet beispielsweise besondere Grafikpacks, Controller-Mappings oder Tipps zum Shader-Cache. Wer diese Ressourcen nutzt und die empfohlenen Einstellungen übernimmt, kann oft deutliche Performanceverbesserungen erreichen.

Weitere Tipps

Gelegentlich können auch externe Faktoren die Performance beeinflussen, wie laufende Virenscanner, zu viele Hintergrundprozesse oder eine fragmentierte Festplatte. Ein Neustart des Systems vor dem Spielen oder das Schließen nicht nötiger Programme kann daher hilfreich sein. Zudem können experimentelle Features in Cemu, wie beispielsweise der Async Shader Compiler, getestet werden, um die Stabilität und Geschwindigkeit zu verbessern – allerdings sollte man dabei vorsichtig sein, da solche Funktionen manchmal zu Instabilitäten führen.

Zusammenfassung

Wenn Cemu bei bestimmten Spielen sehr langsam läuft, sollte man neben der Überprüfung der Hardware und Treiber unbedingt die aktuelle Cemu-Version verwenden, den Shader-Cache optimieren und passende Grafikeinstellungen wählen. Auch eine gezielte Optimierung von CPU- und GPU-Nutzung sowie die Verwendung von Community-Profilen und Grafikpacks können helfen. Nicht zuletzt sollte man externe Faktoren minimieren, die die Performance negativ beeinflussen. Durch diese systematische Herangehensweise lässt sich meist eine verbesserte und flüssigere Spielperformance erreichen.

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