Was sind die Zinsen bei Trading 212 und wie funktionieren sie?

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  1. Was bedeutet Zinsen bei Trading 212?
  2. Wann werden bei Trading 212 Zinsen berechnet?
  3. Wie hoch sind die Zinsen bei Trading 212?
  4. Wie kann man Zinskosten bei Trading 212 vermeiden oder reduzieren?
  5. Fazit

Trading 212 ist eine beliebte Online-Handelsplattform, die es Nutzern ermöglicht, Aktien, ETFs, Forex und CFDs zu handeln. Ein häufig gestelltes Thema sind dabei die sogenannten Zinsen bei Trading 212. Doch was genau sind diese Zinsen, wann fallen sie an und wie berechnet Trading 212 diese? Im Folgenden wird das Thema ausführlich erklärt.

Was bedeutet Zinsen bei Trading 212?

Im Zusammenhang mit Trading 212 beziehen sich Zinsen in der Regel auf die sogenannte Finanzierungskosten oder Übernacht-Finanzierungsgebühren (englisch: overnight fees). Diese entstehen hauptsächlich, wenn man mit gehebelten Produkten wie CFDs handelt. Dabei leiht man sich praktisch Geld vom Broker, um eine größere Position einzunehmen, als das eigene Kapital eigentlich erlaubt.

Im Gegensatz zum Kauf von echten Aktien fallen bei direktem Kauf von Wertpapieren keine Zinsen an. Bei CFDs aber, da diese gehebelten Produkte sind, wird eine tägliche Finanzierungsgebühr erhoben, wenn Positionen über Nacht gehalten werden. Diese Zinsen spiegeln im Grunde die Kosten für den Kredit wider, den der Trader für die Handelsposition aufnimmt.

Wann werden bei Trading 212 Zinsen berechnet?

Die Zinsen beziehungsweise Finanzierungskosten werden bei Trading 212 fällig, wenn eine CFD-Position nach Marktschluss des jeweiligen Handelsmarktes über Nacht gehalten wird. Diese Gebühr wird täglich berechnet und automatisch vom Handelskonto abgezogen oder gutgeschrieben. Es ist wichtig zu verstehen, dass diese Zinsen nur bei gehebelten Produkten und insbesondere bei CFDs vorkommen und nicht beim Handel mit physischen Aktien.

Darüber hinaus werden die Zinsen in der Regel an Werktagen berechnet, wobei am sogenannten Triple Swap Day, meist mittwochs, eine dreifache Gebühr für das Halten der Position über das Wochenende berechnet wird.

Wie hoch sind die Zinsen bei Trading 212?

Die genaue Höhe der Zinsen bei Trading 212 variiert je nach gehandeltem Instrument, der Position (Long oder Short) und dem Basiswert. Die Finanzierungskosten orientieren sich in der Regel am aktuellen Leitzins plus einer beim Broker festgelegten Marge. Trading 212 veröffentlicht üblicherweise die transparenten Zinssätze für verschiedene Instrumente direkt in der Plattform oder im Hilfe-/FAQ-Bereich.

Typischerweise liegen die Finanzierungskosten im Bereich von wenigen Prozentpunkten pro Jahr, umgerechnet auf die Anzahl der Tage, an denen die Position gehalten wird. Besonders bei volatilen Märkten oder exotischen Währungspaaren können die Zinsen höher ausfallen. Trader sollten sich daher vor dem Positionseröffnen genau über die anfallenden Finanzierungskosten informieren, da diese langfristig die Rendite deutlich beeinflussen können.

Wie kann man Zinskosten bei Trading 212 vermeiden oder reduzieren?

Wer die Finanzierungskosten vermeiden möchte, kann entweder ausschließlich reale Aktien und ETFs handeln und auf gehebelte Produkte verzichten oder seine Positionen vor Börsenschluss schließen, sodass keine Übernachtgebühren anfallen. Alternativ gibt es bei manchen Brokern auch spezielle Kontomodelle oder Angebote, bei denen geringere oder keine Finanzierungskosten erhoben werden, dies ist jedoch bei Trading 212 in der Regel nicht der Fall.

Außerdem sollten Trader stets ihre Handelsstrategie und die Haltedauer beachten: Kurzfristige Positionen bringen oft weniger bis keine Zinskosten mit sich, während langfristige gehebelte Positionen höhere Zinskosten verursachen können.

Fazit

Zinsen bei Trading 212 treten hauptsächlich als Übernacht-Finanzierungsgebühren bei CFDs und gehebelten Produkten auf. Sie entstehen, weil der Broker dem Trader quasi Geld leiht, um größere Positionen einzunehmen. Diese Kosten werden täglich berechnet und können die Rendite deutlich beeinflussen. Beim Kauf von realen Aktien fallen hingegen keine Zinsen an. Um Finanzierungskosten zu minimieren, sollten Trader sich gut über die Kosten informieren, Positionen gegebenenfalls nicht über Nacht halten oder auf Hebel verzichten.

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