Was sind C-Zellen und welche Rolle spielen sie im menschlichen Körper?

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  1. Definition und Lage der C-Zellen
  2. Funktion der C-Zellen im Körper
  3. Regulation des Calciumhaushalts durch C-Zellen
  4. Bedeutung in der Medizin
  5. Zusammenfassung

Definition und Lage der C-Zellen

C-Zellen, auch bekannt als parafollikuläre Zellen, sind spezialisierte Zellen, die in der Schilddrüse lokalisiert sind. Sie befinden sich in den sogenannten Follikelzwischenräumen der Schilddrüse, eingebettet zwischen den Schilddrüsenfollikeln. Diese Zellen unterscheiden sich von den thyreozytären Zellen, die das Hauptgewebe der Schilddrüse bilden und an der Produktion der Schilddrüsenhormone beteiligt sind.

Funktion der C-Zellen im Körper

Die Hauptfunktion der C-Zellen ist die Produktion und Ausschüttung des Hormons Calcitonin. Calcitonin ist ein peptidisches Hormon, das eine bedeutende Rolle im Calciumstoffwechsel des Körpers spielt. Es wirkt vor allem darauf, den Calciumspiegel im Blut zu senken, indem es die Aktivität der Osteoklasten in den Knochen hemmt. Osteoklasten sind Zellen, die Knochengewebe abbauen und dadurch Calcium freisetzen. Durch die Hemmung dieser Zellen verhindert Calcitonin den übermäßigen Abbau von Knochen und unterstützt somit die Aufrechterhaltung eines stabilen Calciumhaushalts.

Regulation des Calciumhaushalts durch C-Zellen

Der Calciumspiegel im Blut wird durch ein fein abgestimmtes System von Hormonen reguliert, zu dem neben Calcitonin auch das Parathormon (PTH) gehört. Während Parathormon den Calciumspiegel erhöht, wirkt Calcitonin antagonistisch und senkend. Die C-Zellen reagieren auf einen erhöhten Calciumspiegel im Blut und setzen daraufhin Calcitonin frei, um das Calcium in den Knochen einzulagern und die Aufnahme von Calcium über die Nieren zu fördern. So tragen die C-Zellen entscheidend zur Homöostase des Mineralhaushalts bei und helfen, Störungen wie Hyperkalzämie zu vermeiden.

Bedeutung in der Medizin

Die C-Zellen sind auch klinisch relevant, insbesondere bei der Diagnose bestimmter Schilddrüsenerkrankungen. Tumore, die von den C-Zellen ausgehen, werden als medulläres Schilddrüsenkarzinom bezeichnet. Bei dieser Krebserkrankung ist die Produktion von Calcitonin oft deutlich erhöht, weshalb der Calcitoninspiegel im Blut als Tumormarker genutzt wird. Das medulläre Schilddrüsenkarzinom unterscheidet sich in seiner Entstehung und Behandlung von den häufigeren Formen der Schilddrüsenkrebsarten, die von den Thyreozyten ausgehen.

Zusammenfassung

C-Zellen sind paraspezialisierte Zellen der Schilddrüse, die durch die Produktion des Hormons Calcitonin eine zentrale Rolle im Calciumstoffwechsel spielen. Ihre Fähigkeit, den Calciumspiegel zu regulieren, macht sie zu einem wichtigen Bestandteil der Knochen- und Mineralstoffwechselphysiologie. Zudem besitzen sie eine diagnostische Bedeutung im Rahmen bestimmter Schilddrüsenerkrankungen, insbesondere des medullären Schilddrüsenkarzinoms.

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