Was ist ein Tapon de Cerumen (Ohrenschmalzpfropf) und wie wird er behandelt?
- Definition und Entstehung des Ohrenschmalzpfropfs
- Ursachen für die Bildung eines Ohrenschmalzpfropfs
- Symptome eines Ohrenschmalzpfropfs
- Diagnose und ärztliche Untersuchung
- Behandlungsmöglichkeiten
- Vorbeugung gegen Ohrenschmalzpfropf
- Fazit
Definition und Entstehung des Ohrenschmalzpfropfs
Der Begriff Tapon de cerumen stammt aus dem Spanischen und bedeutet auf Deutsch Ohrenschmalzpfropf.
Dabei handelt es sich um eine Ansammlung von Ohrenschmalz (Cerumen), die sich im Gehörgang so stark verdichtet,
dass sie den Hörgang teilweise oder vollständig verschließt. Ohrenschmalz ist eine natürliche Substanz, die das Ohr schützt, indem es Schmutz und Fremdkörper einfängt und antibakteriell wirkt.
Normalerweise wird Überschuss an Ohrenschmalz durch Bewegungen des Kiefergelenks oder natürliche Reinigungsmechanismen ausgeschwemmt, doch manchmal kann es zu einer Verstopfung kommen.
Ursachen für die Bildung eines Ohrenschmalzpfropfs
Ein Ohrenschmalzpfropf kann aus verschiedenen Gründen entstehen. Eine häufige Ursache ist das häufige Reinigen mit Wattestäbchen oder anderen Gegenständen, die das Ohrenschmalz weiter in den Gehörgang schieben, anstatt es zu entfernen.
Auch die übermäßige Produktion von Ohrenschmalz oder anatomische Besonderheiten des Gehörgangs können die Ansammlung begünstigen.
Bei älteren Menschen ist das Ohrenschmalz oft trockener und neigt daher eher zur Verklumpung. Ein Ohrenschmalzpfropf kann auch durch das Tragen von Hörgeräten oder Ohrstöpseln begünstigt werden, da diese die Selbstreinigung des Ohrs behindern.
Symptome eines Ohrenschmalzpfropfs
Die Symptome eines Ohrenschmalzpfropfs variieren je nach Umfang der Verstopfung. Häufige Anzeichen sind ein vermindertes Hörvermögen oder ein dumpfes Gefühl im Ohr. Betroffene berichten oft von Ohrenschmerzen, Druckgefühl oder einem lauten Rauschen im betroffenen Ohr. In einigen Fällen kann es auch zu Schwindel oder Tinnitus kommen. Da der Gehörgang blockiert ist, kann das Risiko für Entzündungen steigen, was die Beschwerden zusätzlich verschlimmert.
Diagnose und ärztliche Untersuchung
Die Diagnose eines Ohrenschmalzpfropfs erfolgt meist durch eine Otoskopie, bei der der Arzt mit einem speziellen Instrument in den Gehörgang hineinschaut und die Ansammlung von Ohrenschmalz sichtbar macht.
Manchmal ist eine weitere Untersuchung notwendig, wenn die Beschwerden länger anhalten oder zusätzliche Symptome wie Ohrenschmerzen oder Ohrinfektionen auftreten.
Behandlungsmöglichkeiten
Die Behandlung eines Ohrenschmalzpfropfs sollte idealerweise durch einen Facharzt oder HNO-Arzt erfolgen.
Häufig werden pflegende Tropfen auf Ölbasis oder spezielle Ohrentropfen eingesetzt, die das Ohrenschmalz aufweichen und so das Herauslösen erleichtern.
Alternativ kann der Arzt den Gehörgang mit Wasser oder Kochsalzlösung ausspülen, um den Pfropf zu entfernen.
Das eigenständige Entfernen des Ohrenschmalzes mit Wattestäbchen oder ähnlichen Gegenständen wird nicht empfohlen, da dies das Problem verschlimmern oder das Trommelfell verletzen kann.
Vorbeugung gegen Ohrenschmalzpfropf
Um einem Ohrenschmalzpfropf vorzubeugen, sollte das Ohr nur vorsichtig und sparsam gereinigt werden. Das natürliche Selbstreinigungssystem des Ohrs ist meist ausreichend.
Bei einer Neigung zur Verstopfung können regelmäßige Kontrolluntersuchungen sinnvoll sein.
Bei regelmäßiger Anwendung von Ohrstöpseln oder Hörgeräten sollte auf sorgfältige Reinigung und ausreichende Belüftung geachtet werden.
Fazit
Ein Tapon de cerumen oder Ohrenschmalzpfropf ist eine häufige und gut behandelbare Ursache für Hörprobleme und Ohrbeschwerden.
Verständnis für die Entstehung und die richtige Behandlung hilft, unangenehme Symptome zu vermeiden.
Bei Beschwerden ist eine fachärztliche Abklärung empfehlenswert, um Komplikationen zu verhindern und die optimale Therapie zu gewährleisten.
