Warum sehe ich in WinDirStat falsche Dateigrößen oder veraltete Daten?
- Warum werden in WinDirStat falsche Dateigrößen oder veraltete Daten angezeigt?
- Zwischenspeicherung und veraltete Daten
- Zugriffsrechte und versteckte/Systemdateien
- Verwendung von Symbolischen Links und Netzlaufwerken
- Datenkompression und Schattenkopien
- Fazit
Warum werden in WinDirStat falsche Dateigrößen oder veraltete Daten angezeigt?
WinDirStat ist ein nützliches Werkzeug zur Visualisierung der Speicherbelegung auf Festplatten. Dennoch kann es vorkommen, dass die angezeigten Dateigrößen oder die Daten insgesamt nicht mit dem aktuellen Zustand der Festplatte übereinstimmen. Die Ursachen hierfür können vielfältig sein und reichen von technischen Eigenheiten der Software bis hin zu Systemveränderungen, die während oder nach der Analyse vorgenommen wurden.
Zwischenspeicherung und veraltete Daten
WinDirStat arbeitet, indem es den ausgewählten Datenträger oder Ordner bei jedem Scan umfassend durchsucht und die Größeninformationen der Dateien erfasst. Wenn jedoch zwischen zwei Scans Änderungen an Dateien vorgenommen werden, etwa durch Löschen, Verschieben oder Ändern von Dateien, spiegelt das Ergebnis des letzten Scans diese Änderungen nicht mehr korrekt wider. Da WinDirStat keine permanente Echtzeitüberwachung bietet, kann es vorkommen, dass man veraltete Daten sieht, wenn man nicht unmittelbar nach einer neuen Analyse überprüft.
Zugriffsrechte und versteckte/Systemdateien
Ebenfalls kann die Anzeige falscher Dateigrößen durch eingeschränkte Zugriffsrechte beeinflusst werden. Wenn WinDirStat unter einem Benutzerkonto läuft, das keine ausreichenden Berechtigungen besitzt, um bestimmte Dateien oder Ordner auszulesen, ignoriert das Programm diese oder kann deren Größe nicht korrekt erfassen. Dies führt zu einem unvollständigen oder verzerrten Bild des Speicherplatzverbrauchs. Darüber hinaus können versteckte oder geschützte Systemdateien teils anders gewertet oder gar nicht angezeigt werden, sodass die Gesamtgrößen nicht vollständig stimmen.
Verwendung von Symbolischen Links und Netzlaufwerken
Der Einsatz von symbolischen Links (Symlinks) oder die Analyse von Netzlaufwerken kann die Datengrößenerfassung ebenfalls beeinflussen. Symlinks verweisen auf andere Speicherorte, wodurch Dateien eventuell doppelt gezählt oder gar ausgelassen werden. In Netwerkumgebungen können Verzögerungen oder Synchronisationsprobleme auftreten, die dazu führen, dass WinDirStat veraltete oder inkonsistente Informationen anzeigt.
Datenkompression und Schattenkopien
Manche Dateisysteme oder Speichermethoden, etwa NTFS-Kompression oder Schattenkopien (Volume Shadow Copy Service), können ebenfalls die angezeigten Dateigrößen verfälschen. WinDirStat zeigt normalerweise die logische Dateigröße an. Falls die Datei komprimiert gespeichert wurde oder temporäre Schattenkopien existieren, stimmen die angezeigten Werte nicht notwendigerweise mit dem tatsächlich belegten Speicherplatz überein.
Fazit
Das Auftreten von falschen oder veralteten Dateigrößen in WinDirStat ist meist auf eine Kombination aus fehlender Aktualisierung der Analyse, Berechtigungseinschränkungen, speziellen Dateisystemmerkmalen und der Art der gespeicherten Daten zurückzuführen. Um ein möglichst genaues Bild zu bekommen, empfiehlt es sich, WinDirStat als Administrator auszuführen, den Scan nach größeren Änderungen an den gespeicherten Daten erneut zu starten und gegebenenfalls die Besonderheiten des Dateisystems zu beachten. So lassen sich Auswertungsfehler minimieren und verlässliche Informationen zur Speicherplatznutzung gewinnen.
