Warum funktioniert die Bildschirmaufnahme bei Vollbildspielen mit FastStone Capture nicht?

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  1. Einleitung
  2. Technische Funktionsweise von Vollbildspielen
  3. Begrenzungen von FastStone Capture bei Vollbildaufnahmen
  4. Windows-Sicherheits- und Schutzmechanismen
  5. Alternative Lösungen
  6. Fazit

Einleitung

FastStone Capture ist ein populäres Bildschirmaufnahme-Tool, das sich hervorragend für das Erfassen von statischen Bildern und Videos auf dem Desktop eignet. Dennoch berichten viele Nutzer, dass die Aufnahme von Vollbildspielen häufig nicht oder nur sehr eingeschränkt funktioniert. Dieses Problem hat technische Ursachen, die mit der Art und Weise zusammenhängen, wie Vollbildspiele und die Bildschirmaufnahme-Software miteinander interagieren.

Technische Funktionsweise von Vollbildspielen

Vollbildspiele arbeiten meist anders als normale Desktop-Anwendungen. Viele moderne Spiele verwenden sogenannte Hardwarebeschleunigung über Grafikschnittstellen wie DirectX oder OpenGL, um Bildschirmgrafiken direkt auf der Grafikkarte zu rendern. Dabei wird der Bildschirm oftmals in einen exklusiven Vollbildmodus versetzt, bei dem das Spiel die alleinige Kontrolle über den Bildschirm hat. In diesem Modus kann das Spiel Bilddaten direkt an die Grafikhardware senden, ohne die üblichen Zwischenschritte über das Betriebssystem oder den Desktop.

Begrenzungen von FastStone Capture bei Vollbildaufnahmen

FastStone Capture ist primär darauf ausgelegt, den sichtbaren Desktop oder einzelne Fenster im normalen Fenstermodus abzufangen, indem es die Inhalte über die API des Betriebssystems ausliest. Bei normalem Fenstermodus kann die Software auf die Bilddaten zugreifen und die Aufnahme erstellen. Im exklusiven Vollbildmodus, wie es viele Spiele verwenden, sind die Inhalte jedoch nicht mehr über die standardmäßigen Bildschirmpuffer zugänglich, da sie direkt durch die Grafikkarte verarbeitet und angezeigt werden. FastStone Capture kann daher keinen Zugriff auf die Bildinhalte im Vollbildspiel erhalten.

Windows-Sicherheits- und Schutzmechanismen

Darüber hinaus implementieren viele Spiele und Windows selbst zusätzliche Schutzmechanismen, um die Inhalte vor unerwünschtem Erfassen zu schützen. Manche Spiele nutzen Anti-Cheat-Systeme oder Digital Rights Management (DRM), die verhindern sollen, dass ihre Inhalte aufgezeichnet oder gestreamt werden. Ebenso hat Windows mit neueren Versionen bestimmte Schnittstellen zur Bildschirmaufnahme so gestaltet, dass Anwendungen nur bestimmte Arten von Bilddaten abgreifen können. Dies führt dazu, dass herkömmliche Capture-Tools wie FastStone Capture im Vollbildmodus in ihrer Funktion eingeschränkt sind.

Alternative Lösungen

Da FastStone Capture nicht für die Aufnahme von Vollbildspielen ausgelegt ist, nutzen Gamer und Streamer häufig spezielle Programme, die direkt mit der Grafikkarte oder den APIs der Spiele zusammenarbeiten. Beispiele hierfür sind OBS Studio, Nvidia ShadowPlay oder AMD ReLive. Diese Programme verwenden API-Schnittstellen, die in Vollbildanwendungen funktionieren und somit auch Videos in höchster Qualität aufnehmen können.

Fazit

Die fehlende Funktionalität von FastStone Capture bei der Aufnahme von Vollbildspielen liegt an der exklusiven Art und Weise, wie Spiele den Bildschirm für sich beanspruchen und die Grafikhardware nutzen. Während FastStone Capture hervorragend für Desktopaufnahmen im Fenstermodus geeignet ist, ist das direkte Erfassen von Vollbildspielfenstern technisch nicht möglich. Für solche Zwecke sind spezialisierte Aufnahmeprogramme notwendig, die die entsprechenden Schnittstellen und Methoden unterstützen.

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