Warum erscheinen manche Hardwaresensoren in SiSoftware Sandra als „nicht verfügbar“?
- Unterschiedliche Hardwareausstattung und Sensorunterstützung
- Fehlende oder inkompatible Treiber
- BIOS- oder UEFI-Einstellungen
- Zugriffsrechte und Betriebssystemeinschränkungen
- Softwareseitige Limitierungen und Kompatibilität
- Fazit
SiSoftware Sandra ist ein weit verbreitetes Diagnose- und Analysewerkzeug, das viele verschiedene Hardwaresensoren ausliest, um Informationen wie Temperatur, Spannungen, Lüftergeschwindigkeiten oder andere Zustände eines Computersystems anzuzeigen. Dennoch kommt es vor, dass einige dieser Sensoren in der Software als nicht verfügbar angezeigt werden. Dies kann mehrere Gründe haben, die sowohl hardware- als auch softwareseitig bedingt sind.
Unterschiedliche Hardwareausstattung und Sensorunterstützung
Nicht alle Computer oder Mainboards sind mit denselben Sensoren ausgestattet. Verschiedene Hersteller verbauen unterschiedliche Sensorchips, deren Features variieren. Einige Sensoren, die von SiSoftware Sandra unterstützt werden, fehlen möglicherweise auf dem eingesetzten Mainboard oder der Hardware. Dadurch kann die Software zwar nach einem Sensor suchen, findet diesen aber nicht, was zur Anzeige nicht verfügbar führt.
Fehlende oder inkompatible Treiber
SiSoftware Sandra benötigt Zugriff auf die Hardware über bestimmte Schnittstellen, die meist von Treibern bereitgestellt werden. Wenn notwendige Treiber nicht installiert sind oder nicht korrekt funktionieren, kann die Software die Sensoren nicht auslesen. Außerdem kann es vorkommen, dass bestimmte Sensorchips proprietäre Schnittstellen nutzen, die von der Software nicht unterstützt werden. Dies führt ebenfalls dazu, dass Sensorwerte nicht erfasst und als nicht verfügbar dargestellt werden.
BIOS- oder UEFI-Einstellungen
Manche Sensoren können im BIOS bzw. UEFI deaktiviert oder durch bestimmte Einstellungen teilweise verborgen sein. Falls solche Sensoren deaktiviert sind, kann SiSoftware Sandra nicht auf deren Daten zugreifen. Zudem ist es möglich, dass das BIOS veraltet ist und deshalb nicht alle Sensoren korrekt an das Betriebssystem und letztlich an die Monitoring-Software weitergibt. Ein BIOS-Update kann hier manchmal Abhilfe schaffen.
Zugriffsrechte und Betriebssystemeinschränkungen
Die Auslesung von Hardwaresensoren erfordert häufig erweiterte Zugriffsrechte. Ist die Software ohne Administratorrechte oder innerhalb eines eingeschränkten Benutzerkontos gestartet, kann das Auslesen von Sensoren blockiert sein. Weiterhin können Sicherheitsmechanismen des Betriebssystems den Zugriff auf bestimmte Hardwarekomponenten verhindern, was eine Erfassung der Daten unmöglich macht und die Anzeige nicht verfügbar hervorruft.
Softwareseitige Limitierungen und Kompatibilität
Schließlich hängt die Verfügbarkeit der Sensorwerte auch von der Version und den Fähigkeiten von SiSoftware Sandra ab. Ältere Versionen der Software unterstützen möglicherweise neuere Sensorchips nicht, oder es gibt Bugs, die das Auslesen bestimmter Sensoren verhindern. In manchen Fällen ist das Sensorprotokoll herstellerspezifisch und wird von der Software nicht vollständig implementiert. Ebenso kann die Software Schwierigkeiten haben, Sensorwerte zu interpretieren, wenn diese ungewöhnliche oder proprietäre Formate verwenden.
Fazit
Die Anzeige nicht verfügbar in SiSoftware Sandra für bestimmte Hardwaresensoren ist ein zusammengesetztes Problem, das durch die Hardwareausstattung, Treiber, BIOS-Einstellungen, Zugriffsrechte und Softwarekompatibilität beeinflusst wird. Um die Verfügbarkeit der Sensoren zu verbessern, sollte man sicherstellen, dass die entsprechende Hardware vorhanden ist, aktuelle und korrekte Treiber installiert sind, BIOS und Software auf dem neuesten Stand sind und die Software mit den nötigen Rechten ausgeführt wird.
