Warum erkennt HWiNFO meine NVMe-SSD nicht korrekt?

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  1. Einleitung
  2. Treiberprobleme und Windows-Unterstützung
  3. Firmware und Hardware-Kompatibilität
  4. Begrenzungen von HWiNFO und anderer Monitoring-Software
  5. Systemkonfiguration und Sicherheitssoftware
  6. Fazit

Einleitung

HWiNFO ist ein beliebtes Tool zur detaillierten Systemanalyse und Hardwareüberwachung. Es unterstützt eine Vielzahl von Geräten, darunter auch NVMe-SSDs. Dennoch kann es vorkommen, dass HWiNFO die NVMe-SSD nicht richtig erkennt oder keine vollständigen Informationen anzeigt. Die Ursachen hierfür sind vielfältig und reichen von Software- über Firmware- bis hin zu Hardware-Kompatibilitätsproblemen. Im Folgenden werden die häufigsten Gründe ausführlich erläutert.

Treiberprobleme und Windows-Unterstützung

Für eine korrekte Erkennung und Überwachung der NVMe-SSD ist vor allem der passende NVMe-Treiber von großer Bedeutung. Windows bringt eigene generische Treiber mit, die zwar grundsätzlich funktionieren, aber nicht alle Geräte-spezifischen Sonderfunktionen oder SMART-Werte korrekt auslesen können. Wenn der herstellerspezifische Treiber fehlt oder nicht aktuell ist, kann HWiNFO Schwierigkeiten haben, die SSD vollständig zu erkennen. Ebenso kann eine veraltete Windows-Version oder eine inkonsistente Systemumgebung die Kommunikation zwischen Tool und Hardware beeinträchtigen.

Firmware und Hardware-Kompatibilität

Neben dem Betriebssystem sind auch die Firmware der NVMe-SSD und der Firmware-Stand des Mainboards wichtige Faktoren. Manche Hersteller implementieren nur eingeschränkte oder proprietäre Protokolle zur Überwachung ihrer Laufwerke. Wenn die Firmware der SSD veraltet ist oder der Hersteller keine vollständige Unterstützung für die standardisierten SMART-Befehle bietet, kann es dazu kommen, dass HWiNFO keine oder nur teilweise Informationen abrufen kann. Auch Mainboards mit älteren BIOS-Versionen können Limitierungen aufweisen, die sich negativ auf die Erkennung von NVMe-Geräten auswirken.

Begrenzungen von HWiNFO und anderer Monitoring-Software

Obwohl HWiNFO sehr umfangreich ist, ist es technisch gesehen nicht immer in der Lage, alle technischen Details von jedem Speichermedium auszulesen. Einige NVMe-SSDs nutzen spezielle Protokolle oder Herstellererweiterungen, die nicht vollständig dokumentiert sind und daher von Tools nicht unterstützt werden können. Das gilt vor allem für SMART-Daten, Laufwerksinformationen und Temperaturwerte. Zudem benötigen manche SSDs exklusive Zugriffsrechte, die nur im Kernel-Modus oder über spezielle APIs verfügbar sind – wenn diese nicht korrekt angesprochen werden, bleiben Informationen verborgen.

Systemkonfiguration und Sicherheitssoftware

Ebenso kann die Systemkonfiguration einen Einfluss auf die Erkennung haben. Virtualisierte Umgebungen, verschlüsselte Laufwerke oder Sicherheitssoftware wie Antivirus-Programme und Festplattenverschlüsselungen (BitLocker, VeraCrypt etc.) können den Zugriff auf Hardwareinformationen beschränken. Auch übermäßig restriktive Benutzerkontensteuerungen oder fehlende Administratorrechte können das Auslesen der SMART-Daten verhindern. HWiNFO benötigt in der Regel erweiterte Rechte, um tiefgehende Details auszulesen, daher sollten entsprechende Berechtigungen sichergestellt sein.

Fazit

Die fehlerhafte oder unvollständige Erkennung einer NVMe-SSD durch HWiNFO kann eine Vielzahl von Ursachen haben. Zumeist liegen sie in fehlenden oder veralteten Treibern, veralteter Firmware, speziellen Herstellerprotokollen oder auch Restriktionen des Betriebssystems und der Sicherheitssoftware. Um das Problem zu beheben, empfiehlt es sich, zunächst die aktuellsten Treiber und Firmware-Updates zu installieren, das Betriebssystem zu aktualisieren und HWiNFO auf die neueste Version zu bringen. Zudem sollte gewährleistet sein, dass das Programm mit Administratorrechten ausgeführt wird. Sollte das Problem weiterhin bestehen, kann es hilfreich sein, zusätzliche Diagnosetools des SSD-Herstellers zu verwenden oder den Support zu kontaktieren.

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