Warum dauert der Backup-Vorgang mit SuperDuper! unerwartet lange?

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  1. Einleitung
  2. Art des Backups und Datenmenge
  3. Geschwindigkeit und Zustand der Hardware
  4. Dateisystem, Indizierung und Systemlast
  5. Verschlüsselung und weitere Optionen
  6. Fazit

Einleitung

SuperDuper! ist ein beliebtes Backup-Programm für macOS, das vor allem wegen seiner Einfachheit und Zuverlässigkeit geschätzt wird. Dennoch kann es vorkommen, dass der Backup-Vorgang unerwartet lange dauert, was für Benutzer frustrierend sein kann. Es gibt verschiedene Gründe, die zu einer verlängerten Backup-Dauer führen können und die sowohl mit der Software selbst als auch mit der zugrundeliegenden Hardware zusammenhängen.

Art des Backups und Datenmenge

Ein entscheidender Faktor für die Dauer eines Backups ist die Art des gewählten Backups. SuperDuper! bietet die Möglichkeit, Vollbackups (Clones) oder inkrementelle Backups durchzuführen. Während Vollbackups sämtliche Daten auf das Zielmedium kopieren, werden bei inkrementellen Backups nur die seit dem letzten Backup geänderten oder neuen Dateien übertragen. Wenn jedoch aus verschiedenen Gründen (beispielsweise nach einer Änderung der Partitionstabelle oder eines größeren Systemupdates) ein neues Vollbackup nötig ist, kann dies erheblich mehr Zeit beanspruchen. Zudem beeinflusst die Gesamtgröße der zu sichernden Daten maßgeblich die Dauer. Viele kleine Dateien beanspruchen oft mehr Zeit als wenige große Dateien, da für jede Datei Dateizugriffs- und Schreiboperationen notwendig sind.

Geschwindigkeit und Zustand der Hardware

Die Leistung der Festplatte oder SSDs sowohl am Quell- als auch am Zielgerät ist ein weiterer maßgeblicher Faktor. Ältere oder mechanische Festplatten (HDDs) arbeiten deutlich langsamer als moderne SSDs, was gerade bei großen Datenmengen zu längeren Backup-Zeiten führt. Auch die Schnittstelle zwischen Computer und Backup-Medium, wie USB 2.0, USB 3.0, Thunderbolt oder Netzwerkanbindungen, beeinflusst den Datendurchsatz. Ein langsames oder instabiles Kabel kann die Übertragungsrate erheblich verringern. Darüber hinaus kann einer der Datenträger Defekte oder Fragmentierungen aufweisen, was den Zugriff auf die Daten verlangsamt.

Dateisystem, Indizierung und Systemlast

Das Dateisystem und die interne Organisation der Daten sind ebenfalls von Bedeutung. SuperDuper! muss jede Datei prüfen, um festzustellen, ob sie seit dem letzten Backup verändert wurde. Bei sehr großen Verzeichnisbäumen mit vielen kleinen Dateien kann dieser Vergleichsvorgang viel Zeit in Anspruch nehmen. Außerdem kann das Betriebssystem im Hintergrund andere Aufgaben oder Indizierungen (wie Spotlight-Suche auf dem Mac) ausführen, die Ressourcen beanspruchen und somit den Backup-Prozess verzögern. Eine hohe Systemlast durch andere Programme kann zu geringerer Priorität und damit zu längeren Wartezeiten führen.

Verschlüsselung und weitere Optionen

Wenn der Backup-Vorgang verschlüsselt wird, also die Daten während des Kopiervorgangs codiert werden, kann dies ebenfalls die Dauer deutlich verlängern, da die Prozessorkapazität für die Verschlüsselungsalgorithmen benötigt wird. Ebenso sind weitere Spezialoptionen, wie das Ausführen von Skripten vor oder nach dem Backup, oder das Überprüfen der Konsistenz von Daten, zeitintensiv und können die Gesamtdauer erhöhen.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Dauer eines Backup-Vorgangs mit SuperDuper! von vielen Faktoren beeinflusst wird. Dazu gehören Art und Umfang der Daten, Geschwindigkeit und Zustand der verwendeten Hardware, die Systembelastung, sowie aktive Programme und gewählte Backup-Optionen. Um die Backup-Zeit zu optimieren, sollte man darauf achten, dass Hardware und Verbindung schnell und stabil sind, inkrementelle Backups bevorzugen, nicht benötigte Programme schließen und gegebenenfalls das Backup in Zeiten mit geringer Systemauslastung starten.

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