Wann ist der Wirecard-Skandal aufgeflogen?
Der Wirecard-Skandal, einer der größten Finanzskandale in Deutschland, wurde im Juni 2020 öffentlich bekannt und löste weltweit großes Aufsehen aus. Die genaue Aufdeckung des Skandals erfolgte nach langjährigen Zweifeln an der Bilanz des Unternehmens, welches im Bereich Zahlungsdienstleistungen tätig war.
Hintergrund zum Wirecard-Skandal
Wirecard war ein einst hoch bewertetes deutsches Technologieunternehmen, das elektronische Zahlungslösungen anbot. Über Jahre wurde das Unternehmen zunehmend verdächtigt, seine Geschäftszahlen geschönt zu haben. Ermittler und Medien hatten wiederholt Zweifel an der Existenz bestimmter Geldbestände geäußert, die Wirecard in seinen Bilanzen angegeben hatte.
Der entscheidende Zeitpunkt: Juni 2020
Der Skandal erreichte seinen Höhepunkt, als am 18. Juni 2020 bekannt wurde, dass auf Treuhandkonten in Höhe von 1,9 Milliarden Euro ein Fehlbetrag bestand. Wirecard legte offen, dass der angegebene Betrag nicht existierte und die entsprechenden Bankguthaben vermutlich nie vorhanden waren. Kurz darauf meldete das Unternehmen Insolvenz an.
Folgen der Aufdeckung
Die Aufdeckung des Skandals führte zu Ermittlungen gegen die Unternehmensführung, darunter den damaligen CEO Markus Braun, der festgenommen wurde. Die deutschen Behörden kritisierten zudem die Rolle der Wirtschaftsprüfer und Aufsichtsbehörden, die die Unregelmäßigkeiten über Jahre nicht entdeckt oder verhindert hatten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Wirecard-Skandal im Juni 2020 aufgeflogen ist, obwohl Zweifel und Warnungen bereits mehrere Jahre zuvor existierten. Die Veröffentlichung der fehlenden 1,9 Milliarden Euro markierte den Beginn des öffentlichen Bekanntwerdens und der darauffolgenden Ermittlungen.
