Woher stammt Crème fraîche ursprünglich?
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Crème fraîche stammt ursprünglich aus Frankreich, genauer gesagt aus der Normandie.
Hier sind einige Details zur Herkunft und Geschichte:
- Regionale Verwurzelung: Die Normandie ist bekannt für ihre saftigen Weiden und ihre hochwertigen Milchprodukte. Besonders die Region um Isigny-sur-Mer ist berühmt für ihre Crème fraîche. „Crème fraîche d’Isigny“ ist heute sogar eine geschützte Ursprungsbezeichnung (AOP – Appellation d’Origine Protégée).
- Traditionelle Herstellung: Ursprünglich entstand Crème fraîche auf natürliche Weise. Da es früher keine Kühlschränke gab, ließ man die Rohmilch stehen, bis sich der Rahm oben absetzte. Natürliche Milchsäurebakterien in der Luft und in der Milch sorgten dafür, dass der Rahm fermentierte, dickflüssig wurde und seinen charakteristischen, leicht säuerlichen Geschmack entwickelte.
- Haltbarkeit: Diese Fermentierung war früher eine wichtige Methode, um Sahne ohne Kühlung länger haltbar zu machen, da der erhöhte Säuregehalt das Wachstum von Verderbnis-Bakterien hemmte.
- Einzug in die Gourmet-Küche: Im 19. und 20. Jahrhundert wurde Crème fraîche zu einem Grundpfeiler der klassischen französischen Küche. Da sie einen hohen Fettgehalt (mindestens 30 %) hat, flockt sie beim Erhitzen nicht aus, was sie ideal für die Verfeinerung von Saucen und Suppen macht.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Obwohl gesäuerter Rahm in vielen Kulturen bekannt ist (wie z. B. Smetana in Osteuropa), ist die spezifische Crème fraîche, wie wir sie heute kennen, ein französisches Traditionsprodukt.