Was genau ist ein Gesichtswasser?
Ein Gesichtswasser (auch Toner oder Tonic genannt) ist ein flüssiges Hautpflegeprodukt, das nach der Reinigung und vor der eigentlichen Pflege (Serum oder Creme) verwendet wird. Es bildet das Bindeglied zwischen der Reinigung und der Pflege.
Hier ist eine genaue Aufschlüsselung, was es tut, wie man es anwendet und worauf man achten sollte:
1. Was sind die Hauptaufgaben eines Gesichtswassers?
Ein modernes Gesichtswasser erfüllt heute meist mehrere Funktionen gleichzeitig:
- Nachreinigung: Es entfernt letzte Rückstände von Reinigungsmilch, Kalk aus dem Leitungswasser oder hartnäckige Reste von Make-up und Schmutz.
- Wiederherstellung des pH-Werts: Die Haut hat einen natürlichen Säureschutzmantel (pH-Wert von ca. 5,5). Durch Wasser und Reinigungsprodukte kann dieser aus dem Gleichgewicht geraten. Ein Toner bringt den pH-Wert der Haut schnell wieder in den optimalen Bereich.
- Vorbereitung: Feuchte Haut ist aufnahmefähiger. Das Gesichtswasser "öffnet" die Haut leicht, sodass nachfolgende Wirkstoffe aus Seren oder Cremes tiefer und besser einziehen können.
- Gezielte Pflege: Je nach Inhaltsstoffen kann es beruhigen, Feuchtigkeit spenden, Poren verfeinern oder abgestorbene Hautschüppchen lösen.
2. Die verschiedenen Arten
Man unterscheidet Gesichtswasser heute meist nach dem Hauttyp und dem Einsatzzweck:
- Feuchtigkeitsspendende Toner: Enthalten oft Inhaltsstoffe wie Hyaluronsäure, Aloe Vera oder Glycerin. Ideal für trockene und normale Haut.
- Beruhigende Toner: Enthalten Wirkstoffe wie Kamille, Panthenol oder Rosenwasser. Gut für sensible oder gereizte Haut.
- Klärende/Adstringierende Toner: Enthalten oft einen Anteil an Alkohol, Salicylsäure (BHA) oder Hamamelis. Sie sollen überschüssiges Fett entfernen und Poren verfeinern. Geeignet für fettige oder zu Unreinheiten neigende Haut.
- Exfolierende Toner (Peeling-Toner): Enthalten milde Säuren (AHA oder BHA), die chemisch peelen und für einen Glow sorgen.
3. Wie wendet man es an?
Die Anwendung ist denkbar einfach:
- Reinigung: Zuerst das Gesicht mit einem Waschgel oder einer Reinigungsmilch waschen.
- Auftragen:
- Klassisch: Etwas Gesichtswasser auf ein Wattepad geben und sanft über das Gesicht streichen.
- Modern/Nachhaltig: Ein paar Tropfen direkt in die Handflächen geben und sanft in die Haut einklopfen (spart Produkt und schont die Umwelt).
- Pflege: Solange die Haut noch ganz leicht feucht ist, das Serum oder die Tages-/Nachtcreme auftragen.
4. Ein wichtiger Hinweis zum Thema Alkohol
Früher enthielten fast alle Gesichtswasser viel Alkohol, um die Haut "quietschsauber" zu machen. Das kann die Haut jedoch austrocknen und die Barriere schädigen.
- Heute gilt: Wenn du keine extrem fettige Haut hast, solltest du zu alkoholfreien Produkten greifen oder darauf achten, dass "Alcohol Denat." nicht ganz oben in der Inhaltsstoffliste steht.
Fazit
Ein Gesichtswasser ist kein absolutes Muss, aber ein sehr sinnvoller Zwischenschritt. Es sorgt dafür, dass deine teuren Cremes besser wirken und deine Haut nach der Reinigung schneller wieder in ihren gesunden Urzustand zurückfindet.